Kehren wir die Ausbeutung raus!
On: Dezember 27th, 2007
Mit steigendem Druck auf ERwerbslose werden immer mehr Menschen über Zeitarbeitsfirmen an Arbeitgeber verliehen, oder – seit Inkrafttreten des Hartzpakete – über das Arbeitsamt zur Leiharbeit bei sogenannten Personal Service Agenturen gezwungen. Die Zahl der Leiharbeitenden wird massiv zunehmen – nach schätzungen der Leiharbeitgeberverbände um das fünffache auf dann 4 Millionen LeiharbeiterInnen.
In den herkömmlichen Zeitarbeitsfirmen verdienen LeiharbeiternehmerInnen durchschnittlich 63% des Entgelts ihrer festangestellten Kollegen. Arbeitsplätze werden, wie z.B. bei Motorolla, Tui, Telekom und Continental geschehen, gekündigt, um sie hinterher wieder mit LeiharbeiterInnen zu besetzen – nur zu schlechteren Bedingungen.
Randstad ist einer der weltgrößten Menschen-Verleihkonzerne. In England haben Randstad-MitarbeiterInnen bereits den Status von ArbeitsamtsmitarbeiterInnen und können nach eigenem Gutdünken Sperren von sechs Monaten verhängen. Mit der Einführung der PSAs, deren “Dienste” auch hier vielfach von privaten Leiharbeitsunternehmen übernommen werden, wird auch hier die Verzahnung von Leiharbeitsfirmen und Arbeitsamt immer enger.
Die Arbeitsbedingungen der Entliehenen:
Die ersten sechs Wochen darf sie /er für ein “Entgeld” in Höhe des Arbeitslosengeldes schuften, “schwer vermittelbare” Erwerbslose eventuell bedutend länger.Der anschließende Lohn soll nach einem Vorschlag der Hartz_Kommission bei ca. 70-80% des Entgelds für vergleichbare Tätigkeiten liegen.Ein Kündigungsschutz entfällt.
Welche Auswirkungen die großzügigeBeritstellung billiger Leiharbeitskräfte auf die Lohnentwicklung und die verbleibenden Arbeitsrechte haben wird, ist absehbar. Wie so oft werden es auch hier MigrantInnen sein, die in überproporzionaler Zahl in den Leiharbeits- und Niedriglohnsektor gedrängt werden. Zunehmend wird der Arbeitsbereich der eh schon zumeist unter miserablen bedingungen arbeitenden Reinigungskräfte von Leiharbeitsfirmen übernommen. 3/4 aller Reinigungskräfte in Deutschland sind MigrantInnen.
Während uns Tag für Tag weisgemacht wird, dass all diese “Reformen” mehr Arbeitslosen zu Arbeit verhelfen würden, geht es doch in Wirklichkeit um die Zurichtung von ArbeitnehmerInnen auf einen immer schnelllebigeren Markt und um eine Steigerung von Profiten, eine Umverteilung von unten nach oben.
ArbeitnehmerInnen und Erwerslose werden mit diesen “Reformen” endgültig zu völlig rücksichtslos flexibel einsetzbaren Arbeitskräften, die ein Arbeitgeber je nacj Bedarf heuern und feuern kann. Der Druck auf ArbeitnehmerInnen durch Entrechtung, Angst vor Arbeitslosigkeit, Zwang zur Flexibilität etc. steigt ständig – die Profite auch – wenn auch nicht ganz so schnell, wie dies die Arbeitgeber gerne hätten…
Schliesst alle Leiharbeitsfirmen!
Weg mit den Hartz-Gesetzen!
Reiche besteuern- Arbeitszeit verkürzen!
Grundsicherung für alle!
@lles für @lle!!!